D A S  K A M M E R O R C H E S T E    D I E   Z A R G E 

 

E I N   R Ü C K B L I C K

GRÜNDUNG UND ERSTE KONZERTE IN TURNHALLEN UND KIRCHEN
Drei Musiker sind seit 1975 dabei – die Orchester-mitglieder der ersten Stunde Johanna und Christian Marek und Thomas Lauer. Schnell sind wir 15 Studenten uns damals bei der Namensgebung einig: Wir lassen die Bestandteile unserer Instrumente Revue passieren: “Wirbel" war zu wild, “Stimmstock" zu steif..., da kommen wir auf den ästhetischen Schwung der Zarge. Schon in den ersten Monaten entwerfen wir unser unverwechselbares „Outfit“, das uns bis heute auf über 200 Konzerten begleitet.
Anfangs übernimmt unser erster Geiger den Dirigierpart bevor wir 1976 die musikalische Leitung an Wolfgang Kurz übertragen, dem damaligen Studenten der Dirigierklasse von Jan Koetsier. In noch bescheidenen Konzerten in Kirchen und Turnhallen gewinnen wir die Lust und den Ehrgeiz am Konzertieren und dem musikalischen Dialog mit unserem Publikum.


INSPIRATION DURCH PROFESSOR HARALD GENZMER
Wenig später beginnt die mehrjährige enge Zusammenarbeit mit dem hoch geachteten Münchner Komponisten Professor Harald Genzmer. Diese Kooperation macht uns den Zugang zur zeitgenössischen Musik zu einem Erlebnis. Er überträgt uns zwei Uraufführungen und wir dürfen uns bei ihm im Jahr 1994 für die musikalische Freundschaft mit einem Geburtstagskonzert anlässlich seines 85. Geburtstages im Saal des Künstlerhauses am Lenbachplatz bedanken. Das Orchester widmet sein Frühjahrskonzert 2008 dem im Vorjahr verstorbenen Professor Harald Genzmer und präsentiert seine Cassation für Streicher als Münchner Erstaufführung.

PODIUM FÜR JUNGE AUSSERGEWÖHNLICHE SOLISTEN
Großen Wert legen wir immer darauf, besondere und möglichst auch junge Solisten für unsere Konzerte zu gewinnen. Der jüngste ist im Jahr 2005 der 12-jährige Marimba-Spieler Richard Putz, die bekanntesten sind unter vielen anderen, zum Teil noch auf dem Weg zur späteren Solistenkarriere, die Bratschisten Nils Mönkemeyer und Eugen Tluck, der Pianist Siegfried Mauser, die Cellisten Julius Berger, Edgar Gredler und Christoph Henkel, der Geiger Nicolas Koeckert und der Trompeter Christoph „Stofferl“ Well. Schon 1978 tritt Bernhard Tluck erstmals als Solist mit der ZARGE auf und die bis heute andauernde Zusammenarbeit bahnt sich an.

NEUER KÜNSTLERISCHER LEITER: BERNHARD TLUCK
1980 verabschiedet sich Wolfgang Kurz mit einem Konzert in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Bernhard Tluck übernimmt die Leitung unseres Orchesters. 1982 unternimmt DIE ZARGE einen Ausflug in die Welt der Oper und wirkt in Erding mit bei der konzertanten Aufführung G.F. Händels „Acis und Galathea“ unter der Leitung von Hans Mayrhofer.
1985 intensivieren wir die Probenarbeit. Mit einer Klausur in der Musikakademie Marktoberdorf bereiten wir das Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen im Jella-Lepmann-Saal der Münchner Blutenburg vor. Mit Harald Genzmer nehmen wir am “Orchestertreffen Neue Musik" im Carl-Orff-Saal im Münchner Gasteig teil.

PREISGEKRÖNT
Wir erspielen uns 1985 den 1. Preis im Laienorchesterwettbewerb des Bayerischen Musikrates. Auf Bundesebene belegen wir den 4. Platz. Im Jahr 2000 wird uns der Kulturpreis der Pasinger Fabrik zuerkannt und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude verleiht uns für unser musikalisches Wirken eine Ehrenurkunde anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums. Im November 2016 wurde dem Orchester der renommierte Pasinger Kulturpreis verliehen.


MUSIKWOCHEN UND KONZERTE IN ITALIEN
Die seit 1986 alljährlichen Italienaufenthalte in den traumhaften Quartieren Colleoli und später Borgo Torale sind für uns besondere Höhepunkte. Unsere Freundin Ida Mattei organisiert für uns seit 1987 Konzerte in Ponsacco, San Miniato, Volterra, Palaia, Passignano sul Trasimeno, Cortona und Castilion-Fiorentino. 2013 überträgt uns die südlichste Stadt der Toskana Cortona die ehrenvolle Aufgabe, im Teatro Signorelli ein Gedenkkonzert für Teresa Mattei zu geben. Die aus der Toskana stammende kurz vorher verstorbene Politikerin war die erste weibliche Parlamentarierin Italiens nach dem Krieg.

 

FEIERN MIT DEM KAMMERORCHESTER DIE ZARGE
Immer wieder wird DIE ZARGE zu Festkonzerten eingeladen; u.a. 1987 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Mozartgemeinde Augsburg im dortigen Kleinen Goldenen Saal und 2012 zur 150-Jahrfeier des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) in Regensburg. Zwei Traditionen nehmen 1988 ihren Anfang: die Serenaden der ZARGE im Rahmen des Musiksommers zwischen Inn und Salzach auf Schloss Pertenstein oder im Kunstraum Klosterkirche Traunstein und die alljährlich ausverkauften Silvesterkonzerte im Carl-Orff-Saal des Kulturzentrums Gasteig in München.

ETABLIERT IN ANSPRUCHSVOLLEM AMBIENTE
Längst sind wir also den Turnhallen entwachsen und können in traditionsreichen Konzertsälen auftreten. Die Allerheiligen Hofkirche, der Carl-Orff-Saal und der alte Rathaussaal sind heute unsere Münchner Spielstätten. Sogar in der Philharmonie im Münchner Gasteig haben wir 2004 mit unserem instrumentalen Intermezzo einen Auftritt im Rahmen des 15. Münchner Chorkonzertes.

SINFONISCHE VERLOCKUNGEN
Ausgehend von der reinen Streicherliteratur haben wir uns in den letzten Jahren von sinfonischen Werken herausfordern lassen und uns dabei immer mit professionellen Bläsern verstärkt, die gerne mit uns musizieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


MUSIKALISCHE SEELE
Seit 1980 leitet Bernhard Tluck Bild unser Orchester. Sein schier unerschöpflicher Reichtum an Möglichkeiten der musikalischen Vermittlung war und ist Garant für die Entwicklung und den Standard der ZARGE! Ob er seine Vorstellung formuliert oder auf seiner Geige demonstriert – er transponiert seine Inspiration auf jedes der Orchestermitglieder. Jede Probe ist zugleich Instrumentalunterricht. Seine Werkauswahl berücksichtigt das technische Niveau seiner Streicher ebenso, wie der Gedanke an unser Publikum, das bei unseren Konzerten oft auch in entlegenere Winkel der Musikliteratur geführt wird. Bernhard Tluck hat uns mit Einfühlungsvermögen und Geduld geprägt und bei uns einen nachhaltigen musikalischen Ehrgeiz erzeugt. Die positiven Reaktionen unserer Zuhörer und die öffentliche Anerkennung für die ZARGE sind sein Verdienst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CHRISTIAN MAREK ist Gründungsmitglied der ZARGE und kümmert sich seit der ersten Stunde, inzwischen als Vorsitzender des Vereins „Kammerorchester Die Zarge e. V.“ um alle organisatorischen Belange des Orchesters. Er sorgt seit 1975 für die „Existenzgrundlagen“, die ein anspruchsvolles gemeinsames Musizieren erfordert, wie feste Termine für regelmäßige Proben, einen dafür gut geeigneten, möglichst kostengünstigen Probenraum, Aufführungsorte und -termine, die dem Charakter und den Programmen des Orchesters entsprechen und demzufolge für ein Publikum attraktiv sind und auch die gesamte Organisation der finanziellen Grundlagen für all diese Projekte, und und und. Im Prinzip um alles, was auf diesem Gebiet an Überraschungen anfällt. Mit seiner Erfolgszuversicht, die nie Zweifel am Gelingen aufkommen lässt, mit Leichtigkeit und Charme schafft er ein Klima des freundschaftlichen Umgangs der Orchestermitglieder untereinander. Und das beflügelt das Musizieren. Zusammen mit dem musikalischen Leiter Bernhard Tluck und dem organisatorischen Leiter Christian Marek haben wir Musiker der ZARGE das große Glück, in einer wunderbaren und immer herzlichen Atmosphäre auf hohem Niveau musizieren zu können.

UNSER STOLZ - DAS PUBLIKUM
Was wäre unsere Musik ohne Sie, unser treues und stetig wachsendes Publikum? Wir bedanken uns für Ihren regelmäßig zahlreichen Besuch und gewinnen aus Ihrem Zuspruch die Motivation, auch in den kommenden Jahren für Sie ernsthaft, engagiert und professionell geleitet mit Freude zu musizieren.